IT-Ausbildung bei QSC – meine besondere Chance

„Das Programmieren der Microcontroller ist sehr anspruchsvoll und manchmal eine echte Herausforderung“

Einblicke

IT-Ausbildung bei QSC – meine besondere Chance

Auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle hatte ich mir bereits verschiedene Betriebe angesehen und mehrere gute Angebote erhalten. Doch mir mein Ausbildner Martin Fehre bot, war so überraschend und besonders, dass ich die Chance sofort ergriff und vor zwei Jahren meine Ausbildung im Geschäftsbereich Internet of Things (IoT) bei QSC begann. Bis heute bin ich sehr froh darüber. QSC ist ein für mich toller Ausbildungsbetrieb.

Genau die richtige Stelle für mich

Offiziell absolviere ich eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Doch ich mache hier vieles, das weit über das hinausgeht, was man in diesem Bereich sonst lernt. Das merke ich immer, wenn ich mich mit meinen Kolleg:innen in der Berufsschule austausche. Die beschäftigen sich zwar auch, wie ich, mit Programmierung, aber mit ganz anderen Programmiersprachen und Themen.
Mein Schwerpunkt liegt in der Elektrotechnik und in der Programmierung mit der Sprache C. Außerdem habe ich hier sehr viel mit Hardware zu tun, was in meinem Beruf eher ungewöhnlich ist. Beides wird von der Standardausbildung nur bedingt abgedeckt. Das meiste, das ich darüber wissen muss, bringt mir QSC bei. Und das mit teilweise ungewöhnlichen Methoden.

Sensortechnik und Microcontroller

Meine Hauptaufgabe ist die Programmierung von Microcontrollern. Das sind oft nur fingernagelgroße schwarze Kästchen, die komplette Computersysteme enthalten. Ihr Vorteil: Sie können sehr nah an der Hardware eingesetzt werden und müssen dafür nicht sehr leistungsstark sein. Sie sind klein, preiswert und erfüllen ihren Zweck. So sind sie zum Beispiel ideal für den Einsatz bei Sensoren für das Internet of Things. Und das Internet of Things ist unser Thema. Also dreht sich hier sehr viel um Sensoren und um Innovationen, die mit Sensortechnik vorangetrieben wird.

Man muss sich das etwa so vorstellen: Ein Sensor wird an einer Industriemaschine angebracht und misst zum Beispiel die Temperatur oder erfasst Schwingungen. Ist die Temperatur zu hoch oder die Schwingung zu stark, ist etwas mit der Maschine nicht in Ordnung – und der Kundendienst sollte sich die Sache ansehen. Solche Anwendungen werden bei QSC für Industriekunden entwickelt. Industrie 4.0 eben.

Ohne Mikroskop geht gar nichts

Der Sensor wird auf eine Platine gelötet, eine Kunststoffplatte, die oft nur handtellergroß ist. Auf derselben Platine wie der Sensor befindet sich der Microcontroller, der die Messwerte des Sensors sofort und vor Ort verarbeitet. Die Daten werden schließlich über ein Gateway per Funk in eine Daten-Cloud übertragen und können dort ausgewertet und visualisiert werden. Den Aufbau von Prototypen für die Entwicklungs- und Erprobungsphase übernehmen wir bei uns in Köln. Die gelieferten Platinen werden von uns mit Microcontrollern und Sensoren bestückt. Und da alle Bauteile winzig klein sind, benutzen wir ein Mikroskop. Es gibt bei diesem Platzieren der Bauteile unendlich viele Möglichkeiten – auch Fehler zu machen. Und jede Platine sieht anders aus. Um damit noch besser arbeiten zu können, hat mein Ausbilder mir eine Übungsplatine zur Verfügung gestellt.

Bausatz für eine Monster-Platine

Ich konnte es erst gar nicht glauben: Ich erhielt den Bausatz einer Art Monster-Platine, die etwa Din-A3-groß ist. Und man gab mir drei Monate Zeit, um das Ding ausgiebig zu studieren. Währenddessen war ich von den meisten anderen Aufgaben freigestellt. Es war ein riesiges Lernprojekt, mit dem ich die Funktionsweise der elektronischen Bauteile und den Aufbau eines Microcontrollers viel besser verstanden habe, als wenn ich versucht hätte, es anhand eines Lehrbuchs zu begreifen.

Anhand dieser Leiterplatte konnte ich die Funktionsweise eines Mikrocontrollers auf Hardware-Ebene erlernen.

Anhand dieser Leiterplatte konnte ich die Funktionsweise eines Mikrocontrollers auf Hardware-Ebene erlernen. Bild © Daniela Eckstein

Es war eine ganz großartige Erfahrung, dass QSC mir diese Möglichkeit gab. Allein deswegen kann ich das Unternehmen als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb unbedingt weiterempfehlen.

Anspruchsvolle Arbeit – tolles Team

Das Programmieren der Microcontroller ist sehr anspruchsvoll und manchmal eine echte Herausforderung, vor allem, wenn Fehler auftauchen. Dann muss man das englische Handbuch, in dem die technischen Details der Hardware beschrieben werden, sehr genau studieren. Einfach nach einer Lösung in Google zu suchen, ist nicht möglich, da die Fehler meistens sehr speziell sind. In ganz schwierigen Fällen wende ich mich sogar an den Hersteller.

Das Einarbeiten in die Thematiken fällt mir leicht, da ich vorher schon ein paar Semester Informatik studierte. Das Studium habe ich allerdings nicht abgeschlossen, da es mir zu theoretisch war. Für mich ist ein Bezug zur Praxis wie bei QSC, sehr wichtig. Außerdem die abwechslungsreiche Tätigkeit, denn alle Anwendungen, die ich programmiere, sind unterschiedlich.

Ein großes Plus bei QSC ist außerdem das Betriebsklima: Es ist eine sehr freundliche und lockere Atmosphäre. Beispielsweise duzen sich bei QSC alle Mitarbeiter:innen. In meinem Bereich sind wir etwa 50 Leute, da kennt man sich eben sehr gut. Zu Glück ist der Corona-Lockdown vorbei und wir müssen nicht mehr ausschließlich im Home-Office arbeiten. Jetzt bin ich wieder regelmäßig an unserem Standort in Köln und freue mich über den persönlichen Austausch, wenn ich dort jemand anderen aus unserem Geschäftsbereich treffe.

 

Hendrik Dörr, Auszubildender Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

Ein Gastbeitrag von Hendrik Dörr
Auszubildender Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

"Das Programmieren der Microcontroller ist sehr anspruchsvoll und manchmal eine echte Herausforderung."